Am Rande des Morgens
Am Rande des Morgens, wo die Nacht noch wacht,
entfaltet sich ein Schein, der schwarz in Silber lacht.
Die Schritte sind so schmal, das Herz geht zaghaft mit,
wir tragen unser Hoffen, treten leise, Schritt für Schritt.
Ein Hauch vom nächsten Tag legt Silber sacht auf Flur,
und öffnet leis die Tore, führt uns an eine Tür.
Wir balancieren Zweifel, wagen dennoch neues Gehen,
und lassen alte Schatten in den fernen Nebeln wehen.
Am Grat der Zeit, am Morgenrand, erhebt sich leise Wucht,
die Zukunft spinnt aus Furcht und Licht ein Morgen, das uns sucht.
Wir treten über Kanten, sind zugleich ängstlich und bereit,
und tragen neues Heute in die Hände unsrer Zeit.