Fernes Herz
Am Fenster bau' ich Brücken aus Blicken, du sitzt im fernen Land,
Unsere Stimmen weben Nähe, die kein Meilenmaß überwand.
Die Uhr zählt leise Stunden, doch die Liebe misst keine Zeit,
In jedem stillen Augenblick verliert die Ferne ihre Weite, wird zur Zärtlichkeit.
Dein Lächeln kommt per Abendpost, ein warmer, leiser Hauch,
Ich les' es nachts und fühl' bei jedem Wort wie Nähe in mir auch.
Getrennte Städte halten Hände fern, doch nicht das feste Band,
Wir senden uns die Hoffnung, bis der Weg uns wiederführt ins selbe Land.
Wenn Morgendämmerung uns beide trifft, bist du mir plötzlich nah,
Die Sterne schreiben leise Takte und flüstern: Liebe ist da.
Und wenn wir endlich wiedersehn, fällt alle Ferne ab wie Licht,
Dann bleibt dein Atem bei mir, dein Lächeln mein Gesicht.